Welche Tragehilfe ist die beste? Ein Wegweiser durch den Tragehilfen-Dschungel

Die Formel ist einfach: Die beste Tragehilfe ist die, die am besten zu Deinen Anforderungen im Alltag und zu Deiner Statur passt. Dass eine Tragehilfe mit Deinem Baby mitwachsen sollte, setzen wir hier voraus, denn nur eine mitwachsende Babytrage kann eine optimale Passform für Dein Baby ermöglichen.

Aber halt, ganz so simpel ist das nun doch nicht.

Das Wichtigste: Tragen soll bequem sein, Spaß machen, darf keine Schmerzen verursachen. Dazu muss sich die Tragehilfe nicht nur ans Baby sondern auch an den Tragenden gut anpassen lassen. Ausprobieren, etwa im Rahmen einer Trageberatung macht da wirklich Sinn!

Wir erklären Dir hier, welches Tragesystem was kann und wie Du herausfindest, welche die richtige Art von Babytragen für Deine Anforderungen ist.

Generell gibt es 6 Tragesysteme:

  1. Tragetuch
  2. Ringsling
  3. WrapTai
  4. MeiTai
  5. Fullbuckle
  6. Onbuhimo

Im folgenden Abschnitt stellen wir die einzelnen Tragesysteme vor:

Das Tragetuch ist vermutlich die vielseitigste Tragehilfe überhaupt. Hat man das Binden heraus, kann man damit die gesamte Tragezeit hindurch tragen. In jedem Fall ist es aber wichtig, das Binden gut zu lernen, denn ein ungenügend gebundenes Tragetuch ist um nichts besser als so manche als „Gruseltrage“ verteufelte Fertig-Trage.

Tragetuch Vorteile auf einen Blick:

  • passt die gesamte Tragezeit
  • Richtig gebunden bietet es optimale Stützung für das Baby und bequeme Tragestunden für Dich

Zu den Tragetüchern

Hat man die Verwendung eines Ringslings einmal raus, dann geht es damit ratzfatz, und zwar ab Geburt. Kleines Packmaß, schnell und tolle Aussicht für’s Baby.

Einziger Wermutstropfen

Durch die einseitige Gewichtsbelastung ist es eher eine Tragehilfe für zwischendurch, besonders wenn das Baby schwerer wird.

Ringsling Vorteile auf einen Blick:

  • superschnell angelegt
  • gute Haltung für’s Kind bei bester Aussicht

Zu den Ringslings

Das Wrapidil ist ein Wrap-Tai und ideal für alle Eltern, die eine Trage suchen, die möglichst lange mitwächst.

Ab Geburt bis 4 Jahre

Der Wrap-Tai kann von Geburt an verwendet werden, das Wrapidil etwa kann winzig klein eingestellt werden und passt dann bis etwa 4 Jahre. Und zwar wirklich! Das funktioniert über die breiten Tuch-Träger, mit denen das Rückenpaneel nahezu beliebig vergrößert werden kann.

Wie?

Unser Wrap-Tai Wrapidil hat eine Hüftschließe und einen bequemen gepolsterten Hüftgurt, der Gewicht übernimmt. Die Schulterträger müssen gebunden werden – durch ihre Breite kann die Trage dafür fast ewig mitwachsen. Das ist bei Tragehilfen mit schmalen Schulterträgern nicht möglich! Die Binde-Anforderungen sind dabei relativ einfach im Vergleich zum Tragetuch. Das vorgefertigte Rückenpaneel erleichtert das Binden und passt sich millimetergenau ans Baby’s Wachstum an.

Last but not least

Optisch sind WrapTais wunderschön! Fließende Stoffe, trendy Designs, sie sind nahezu ein Kleidungsstück für sich – sogar zu einem Brautkleid sehen sie einfach nur toll aus!

Wrapidil Vorteile auf einen Blick:

  • passt von Geburt an bis 4 Jahre und länger
  • passt sich Babys Wachstum millimetergenau an
  • Rückenpaneel in Breite und Höhe stufenlos verstellbar
  • kann durch breite Schulterträger ewig vergrößert werden
  • gepolsterter Hüftgurt mit Schließe für mehr Komfort

Zum Wrapidil

Der MeiTai ist die perfekte Einsteiger-Trage – er ist in seiner Verwendung richtig einfach und wirklich schnell angelegt.

Einfach zu binden

Der MeiTai ist ebenfalls eine Tragehilfe zum Binden – er hat, wie auch der Wrap-Tai ein fertiges Rückenpaneel und einen oft gepolsterten Hüftgurt, die Schulterträger sind beim MeiTai aber schmal. Das hat Vor- und Nachteile: Durch die einfachen, meist gepolsterten Schulterträger lässt sich der MeiTai richtig flott binden. Er passt sich Tragenden verschiedener Staturen problemlos an – das ist besonders gut, wenn Mama und Papa doch sehr verschieden groß sind.

Da die Schulterträger aber eher schmal sind, kann man das Rückenpaneel damit nicht wie beim Wrap-Tai ewig vergrößern, das heißt: Die Tragedauer beim MeiTai ist bedeutend kürzer als beim Wrap-Tai.

Einziger Schwachpunkt

Durch das Tragesystem des MeiTai ist eine Ableitung des Gewichts Deines wachsenden Babys auf den Hüftgurt nur beschränkt möglich. Das heißt: Je größer das Baby, umso schwerer lastet es an Deinen Schultern.

Mei-Tai Vorteile auf einen Blick:

  • sehr einfache Einsteiger-Trage
  • passt sich schnell und easy Tragenden verschiedener Staturen an (Stichwort Mama und Papa)

Zum BuzziTai

Ganz oft hören wir von Eltern, dass sie keine langen Bänder zum Binden möchten. Für Euch ist der Fullbuckle die richtige Wahl: schnell angelegt mit zwei Klicks, keine langen Bänder, die am Boden schleifen.

Ergonomie

Wichtig ist hier ganz besonders, dass die ergonomischen Bedürfnisse des Babys beachtet werden: Bei kleinen Babys sollte es für die Schulterträger eine Befestigungsmöglichkeit am Hüftgurt geben. Damit wird Zug auf den Rücken kleiner Babys vermieden. Wächst euer Baby und wird es schwerer, dann ist es ab ca 6 Monaten richtig bequem, wenn Ihr die Schulterträger am Rückenpaneel befestigen könnt. Warum? Dann übernimmt nämlich der gepolsterte Hüftgurt ganz viel Gewicht und entlastet Deine Schultern. Das Buzzidil war 2010 der erste Fullbuckle, der diese Möglichkeit geboten hat.

Stufenlos mitwachsend

Natürlich solltest Du auch darauf achten, dass das Rückenpaneel an Babys Wachstum angepasst werden kann – und zwar so, dass keine tiefen Falten im oberen Rückenbereich entstehen. Aus diesem Grund kann man beim Buzzidil das Rückenpaneel in Höhe und Breite regulieren, und zwar besonders genau während das Baby in der Trage sitzt.

In mehreren Größen erhältlich

Trotz seiner Mitwachs-Möglichkeit gibt es das Buzzidil in mehreren Größen -warum? Ganz einfach: Wie auch bei MeiTais kann das Rückenpaneel ehrlicher Weise nur über einen gewissen Zeitraum mitwachsen und dem Baby optimalen Halt bieten. Viele Tragen, die damit werben ab Geburt bis 3 oder sogar 4 Jahre zu passen ohne Größenwechsel, passen leider gerade bei den kleinsten Babys nicht optimal – zuviel Platz im oberen Rücken, zuwenig Stützung oder tiefe Falten über das Rückenpaneel.

Als Faustregel gilt: Je kleiner das Baby, umso weniger Zugeständnisse sollten an die optimale Passform gemacht werden. Kaufe eine Babytrage nie auf Vorrat!

Besonderer Buzzidil-Vorteil

Die Einstellung erfolgt sehr einfach durch einen Kordelzug, und zwar während Dein Baby in der Trage sitzt. Das ermöglicht eine wirklich passgenaue Einstellung ohne viel Tamtam. Dein Buzzidil Babysize passt solange als die Knie deines Babys höher sind als der Po – ein paar Zentimeter, die bei Deinem 1 ½-Järhrigen zur Kniekehle fehlen sind aus ergonomischer Sicht gar kein Problem.

Das sind die Buzzidil-Größen:

  • Buzzidil Babysize (0 bis etwa 18 Monate)
  • Buzzidil Standard (3 Monate bis etwa 3 Jahre)
  • Buzzidil XL (ab 8 Monaten bis etwa 4 Jahre)
  • Preschooler (ab 92cm Körpergröße) als Wandertrage oder als Trage bei Reisen und langen Ausflügen.

Du kannst also z.B. von einer Babysize gleich auf eine XL-Trage wechseln – oder du verwendest in den ersten Monaten ein Tragetuch und nimmst dann eine Standard. Du siehst: Du musst nicht jede Trage kaufen, sondern immer nur die, die zu deinen Bedürfnissen passt.

Fullbuckle-Vorteile auf einen Blick:

  • Mit zwei Klicks angelegt, kein Binden
  • Gewichtsableitung auf den Hüftgurt
  • Sollte mitwachsen!

Zum Buzzidil

Wenn aus Deinem Baby ein kleiner Läufer wird, der nur zwischendurch bei kurzen Strecken getragen werden möchte, ist ein Onbuhimo interessant. Er hat keinen Hüftgurt, wird wie ein Rucksack angelegt und kann sehr klein zusammen gefalten werden. Damit erspart man sich im Winter „Jacken-Wurschtel-Frust“ und hat im Sommer eine besonders luftige Trage.

Tragen in der Schwangerschaft

Ideal ist der Onbuhimo auch zum Tragen in der Schwangerschaft, weil kein Hüftgurt am Bauch drückt – aber: Trage dein Kind in der Schwangerschaft nur dann, wenn du auch tragegeübt bist. Hast du vor der Schwangerschaft regelmäßig getragen, dann spricht auch nichts dagegen. Ansonsten raten wir davon ab.

Klarer Nachteil jeden Onbuhimos ist, dass das gesamte Gewicht Deines Kindes auf Deinen Schultern liegt. Bei langen Strecken kann das sehr anstrengend werden.

BuzziBu-Besonderheit

Deswegen haben wir uns etwas einfallen lassen: Mit einer extra Schließe kann unser Onbuhimo BuzziBu binnen Sekunden in einen Fullbuckle verwandelt werden – besonders wenn Dein Kind doch mal länger getragen werden möchte als erwartet, entlastet diese Schließe Deine Schultern. 

Onbuhimo-Vorteile auf einen Blick:

  • Super-klein faltbar
  • schnell angelegt
  • kein Hüftgurt, dadurch luftiger

Sehr oft hören wir bei größeren Kindern die Frage: Onbuhimo oder Fullbuckle? Unsere Antwort ist klar: Geht es um eine schnelle Trage für zwischendurch – vom Spielplatz nach Hause oder mal kurz zum Kindergarten, dann ist eine Onbuhimo eine gute Wahl. Als Wandertrage für Bergtouren oder Städtereisen empfehlen wir Dir aber einen Fullbuckle, denn der gepolsterte Hüftgurt, der Gewicht übernimmt ist dann halt schon – saubequem.

Zum BuzziBu

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