Wir sind eine wanderbegeisterte Familie – wenn wir mit unseren vier Kindern ausrücken, versuchen wir Gepäck und Equipment möglichst schmal zu halten, trotzdem kommt immer so einiges zusammen: Trinkflaschen, Jausenbox, Regenjacken – ja, Wandern mit Kindern gleicht oft einem Kurzurlaub.

Und dann gibt es noch die Altersfrage: Brauchen wir denn für unser jüngstes Kind eine Wandertrage – ihr wisst schon, diese typischen, sperrigen Wanderkraxen – oder reicht auch eine normale Babytrage?

Wandern mit Tragehilfe

Irgendwie waren wir nie so begeistert von klassischen Wanderkraxen – zwar sehen die Kinder mehr, weil sie weiter oben sitzen, doch der hohe Schwerpunkt ist für den Tragenden gar nicht so ungefährlich. Wird das Kind da oben mal lustig, kommt man schnell aus dem Tritt. Ich fand auch immer: der hohe Gewichtsschwerpunkt lastet stärker an meinen Schultern.

Vorteile einer Wanderkraxe: Man kann unterhalb vom Kind Proviant dazu packen (das geht allerdings mit einem schwereren Kleinkind schnell an die Belastungsgrenze des Tragenden). Und: Schläft das Kind ein, kann man manche Kraxen samt schlafendem Kind „abstellen“. Dieses Plus wurde aber immer durch die für mich größere Bequemlichkeit einer Babytrage während des Tragens bei weitem aufgewogen.

Vorteile einer Babytrage: Beim Wandern haben wir immer unsere Babytrage mit – einer von uns trägt den Rucksack mit der Ausrüstung und allem, was man an einem Familienwandertag so braucht, der andere das Kind. Dabei kann die Babytrage, wird sie gerade nicht gebraucht, so klein zusammengefaltet werden, dass sie auch ohne Probleme noch im Rucksack Platz findet – oder zum Hüftsitz umgebaut einfach an der Hüfte bleibt. Kein schweres Metallgestell, das sich auch ohne Kind darin mit der Zeit anhängt. Ein Buzzidil wiegt etwa 800g, eine klassische Wanderkraxe hat schon allein ein Gewicht von 3kg.

Kinderwagen beim Wandern? Falls nun jemand denkt, gut, wir könnten auch den Kinderwagen mitnehmen – ja, klar. Es gibt auch viele Wanderwege, die für den Kinderwagen ausgelegt sind. Wir wollen uns bei der Auswahl der Wanderroute aber nicht von einem Kinderwagen einschränken lassen, sondern dorthin gehen, wo es uns gefällt. Diese Freiheit haben wir nur mit einer Babytrage.

Warum nicht einfach auf den Schultern tragen?

Ganz einfach: Der Panoramablick ist für das Kind zwar toll, doch die Schultern sind keine dauerhafte, sichere Lösung für eine Verschnaufpause bei einer Wanderung. Der Kopf-Hals-Bereich wird in diesem Fall überhaupt nicht gestützt und auch die Gewichtsverteilung ist für den Tragenden alles andere als optimal – von einer angenehmen Schlafposition möchte ich erst gar nicht sprechen.

Was sollte eine Tragehilfe zum Wandern alles können?

  • Ergonomie: Egal ob im Alltag oder unterwegs – eine gute Haltung für dein Kind und dich sind immer wichtig. Bei kleineren Babys geht es in erster Linie um die korrekte Anhock-Spreiz-Haltung, die natürliche Krümmung der Wirbelsäule und eine gute Kopf- und Nackenstütze. Bei älteren Kindern steht die Bequemlichkeit im Vordergrund – Bequemlichkeit für Kind und Tragenden!
  • Gewicht: Eine ausgewogene Gewichtsverteilung ist wichtig, damit das Tragen für Eltern und Kind angenehm ist – das wird besonders bei älteren Kindern, die auch schwerer sind, wichtig. Nur durch eine optimale Verteilung ist gewährleistet, dass du ohne Rücken- und Nackenschmerzen dein Kind über eine längere Strecke tragen kannst. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Gewicht Deines Kindes näher an Deiner Hüfte sitzt und so gut über den Hüftgurt abgeleitet wird. Das entlastet die Schultern enorm.
  • Komfort: Schulterpolster und Hüftgurt sollten breit und gut gepolstert sein, damit das Tragen für dich angenehm ist. Beim Buzzidil-Preschooler ist der Hüftgurt nochmal ein klein wenig mehr geschwungen. Dadurch sitzt Dein Kind beim Tragen am Rücken gut auf Deinem Gesäß-Bereich auf.
  • Stützung: Der Hals-Kopf-Bereich deines Kindes muss gut gestützt werden, damit es auch bequem ein Schläfchen halten kann und so für neue Abenteuer Kraft tankt.
  • Sicherheit: Gerade wenn Trittsicherheit gefordert ist, dann kommt es auch auf euren Schwerpunkt an. Trage dein Kind daher lieber weiter unten, damit sich dein Schwerpunkt in Deine Körpermitte verlagert und du nicht so schnell die Balance verlierst.
  • Pflegeleicht: Beim Wandern kann die Tragehilfe schon einmal schmutzig werden – im Idealfall lässt sie sich leicht reinigen, am besten in der Waschmaschine.
  • Rauf & Runter: Die Tragehilfe muss nach dem Hop on Hop off-Prinzip schnell angelegt werden können. Damit sind kleine Verschnaufpausen gut möglich und danach geht es im Entdecker-Modus weiter.

Welche Tragehilfe eignet sich zum Wandern?

Nicht jede Tragehilfe eignet sich auch zum Wandern. Bei Buzzidil empfehlen wir für größere Kinder zwei Tragen (Babys sind in jedem Fall in ergonomischen Babytragehilfen sehr gut aufgehoben):

Für Kinder ab Größe 92, die gerne noch viel und lange getragen werden, ist der Buzzidil Preschooler die perfekte Wahl – er ist speziell für das Tragen über längere Strecken konzipiert, gut gepolstert, verteilt das Gewicht durch den breiten Hüftgurt optimal und ist mit nur zwei Schnallen schnell angelegt. Er passt Kindern bis etwa 5 Jahre (und mehr). Gerade, wenn ihr mit eurem Kleinkind längere Wanderungen plant, ist der Buzzidil Preschooler die perfekte Wahl. Dauerhaft bequem, ein richtiges Arbeitstier.

Für kürzere Strecken und damit auch für Kinder, die gerne viel selbst gehen und nur schnell einmal eine Pause benötigen, ist auch unser Schnallen-Onbuhimo, das BuzziBu, eine gute Möglichkeit. Sollte es doch mal nötig sein, länger zu tragen, kannst du das BuzziBu binnen Sekunden mit einer kleinen Schließe, die immer mit dabei ist, zum Fullbuckle umbauen. Auch ohne festen Hüftgurt wird das Gewicht deines Kindes dabei auf deine Hüfte abgeleitet. Vorteil des BuzziBu: Extrem schmales Packmaß und flexibel auf den Tragebedarf deines Kindes anpassbar.

Dennoch: Bei größeren Wanderungen übertrifft der Preschooler das BuzziBu in der Bequemlichkeit bei weitem. Prädikat: saubequem.

Last but not least: Auch im Alltag ist eine Babytrage der ideale Begleiter – eine zweite Tragehilfe nur zum Wandern ist eigentlich gar nicht nötig. Damit sparst du Platz und Geld!

Zudem ist der Preschooler wirklich über eine lange Tragezeit verwendbar – das ist ideal, wenn auch dein großes Kind noch gerne getragen wird. Und ja, auch Kinder über 2 Jahren wollen gerne noch getragen werden und für das nächste Abenteuer Kraft tanken.