Klar. Am einfachsten ist es zu Hause zu bleiben. Aber Vorsicht, die Häuslichkeit ist eine Falle – viele Mütter (und Männer in Väterkarenz) fühlen sich in den ersten Monaten mit Baby regelrecht abgeschnitten von der Welt. Deshalb: geh raus, misch dich unter Menschen, lass die Wäsche auch mal Wäsche sein – und kuschel dich erst nach dem Ausflug ins eigene Sofa.

Gerade in Wind und Regen macht dir eine Babytrage das Leben übrigens leichter. Hast du schon mal versucht, einen Kinderwagen zu schieben und zugleich einen Schirm über dich selbst zu halten? Eben. Während dein Kind unter der Plastik-Regenabdeckung verschwindet, bleibst du selbst in der Nässe. Hast du aber dein Tragekind unter deinem Anorak, seid ihr beide warm und ein großer, stabiler Schirm hält euch gemeinsam trocken. So kommt ihr auch bei richtigem Hundewetter hin, wo ihr hin wollt. – Zum Beispiel:

Tipp 1: Museum

In der ersten Zeit mit deinem Baby bist du vermutlich in Karenz und hast Zeit ins Museum zu gehen, vormittags, wenn noch nicht so viel los ist. Im Museum kannst du sitzen und stillen und dabei endlich mal dieses eine Gemälde eine halbe Stunde lang anschauen, das dich immer schon fasziniert hat. Im Wiener Technischen Museum gibt es zum Beispiel nicht nur Attraktionen für ältere Geschwister, sondern auch super-gemütliche Sitzinseln. Die gibt es auch im Kunsthistorischen Museum , für alle, die Bruegel, Rubens & Co. den Vorzug vor Dampfmaschinen geben. Also: Jahreskarte besorgen und Kunstwissen aufpolieren. Now is the time!

Tipp 2: Kaffeehaus

Ins Kaffeehaus, unbedingt! Aber. Es muss das richtige sein. Denn nicht in jedem Café fühlt man sich mit Baby oder Kleinkind auch willkommen. Finde ein Kaffeehaus, das kinderfreundlich ist, für dich bequeme Sitzbänke, guten (koffeinfreien) Kaffee, und für dein Baby einen Wickeltisch oder falls nötig eine Spiel- und Krabbelecke bietet. Und schon kannst du selbst in Büchern und Zeitschriften blättern. Nach einem Spaziergang in der Trage ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dein Baby schläft und du es auf der Bank neben dir ablegen kannst (bitte immer im Auge behalten!). Dein Buzzidil oder Wrapidil  liefert gleich die perfekte Unterlage für das Kaffeehausschläfchen deines Babys. Für ältere Krabbelkinder empfiehlt sich ein Krabbelcafé wie es in Wien etwa das Kind und Kegel wöchentlich anbietet. Einen permanenten Spielraum gibt es im Café Lauserpause. Hier kommt man auch schnell mit anderen Eltern ins Gespräch.

Tipp 3: Babykino

Unwissende glauben, im Babykino würden Filme für Babys gezeigt. Das ist natürlich Unsinn. Die Filme sind für die Erwachsenen, doch die dürfen hier ihre Babys (bis 12 Monate) mit in den Saal bringen. Es darf gestillt und auch ein bisschen gegreint und geschmatzt werden. Umgekehrt ist der Filmton leiser geschaltet und das Saallicht sanft gedimmt, so zum Beispiel alle 14 Tage im Kino in der Lugner City (Wien). Unvergleichlich friedlich ist allerdings die Atmosphäre im Babykino im Wiener Votivkino (ebenfalls 14-tägig). Und: Wickeltische mit Feuchttüchern und allem drum und dran, Fläschchenwärmer, etc. gibt es natürlich vor Ort.

Tipp 4: Straßenbahn

Klingt erstmal seltsam. Macht aber Spaß. Besteige eine Straßenbahn, mit der du noch nie bis zur Endstation gefahren bist und probiere die Strecke einfach mal aus. Idealer Weise trägst du dein Baby hierzu auf dem Bauch. Dann kannst du dich setzen und das „Fensterkino“ während der Fahrt genießen. In Wien bietet sich die Nummer 38 nach Grinzing an – um dort noch einen kleinen Rundgang zu machen. Aber auch die Fahrt mit der 31er nach Stammersdorf (Kellergasse!) ist lohnend.

Tipp 5: Therme

Okay, das ist nichts für jeden Tag. Aber an manchen, besonders kalten Tagen habt ihr euch eine kleine Extraportion Wärme einfach verdient. Und wieder bist du mit Baby im Vorteil: Denn wahrscheinlich habt ihr (im Unterschied zu 80 % der Bevölkerung) vormittags Zeit. Und da ist es noch herrlich leer. In Wien fährt die U1 heuer erstmals direkt bis zur Therme Oberlaa. Im Idealfall hast du noch einen zweiten Erwachsenen dabei, damit du selbst auch mal in Ruhe saunieren oder schwimmen kannst. Lass es dir gut gehen! Und: Schwimmflügel fürs Buzzi nicht vergessen ????

Spezialtipp: Paternoster-Fahren

Bist du schon mal Paternoster gefahren? Du weißt schon, mit diesem wunderbar altmodischen Aufzug, der nie stehen bleibt. Mit Kinderwagen geht das nicht. Aber mit einem Tragekind macht es Spaß! In Wien gibt es noch einen Paternoster im Rathaus und einen besonders schönen im Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz. Wenn du den Portier nett bittest darfst du eine Runde fahren. Hoch und runter hoch und runter, bis die Sonne draußen wieder scheint ????

Noch eine Anmerkung in eigener Sache. Wenn du in Wien lebst und mal in Ruhe unsere neuen Modelle probieren willst: Auch wir bieten dir bei Schlechtwetter gerne einen Kaffee an und beraten dich. Melde dich aber vorher unbedingt unter office@buzzidil.com an!