Ein Design entsteht – von der Idee zur Babytrage

diamond fox

Heute möchte ich Euch mal ein wenig von meiner Arbeit erzählen, und zwar von einem Teil, den ich besonders gern mag. Kennt ja jeder – es gibt Dinge, im Berufsleben, die macht man, weil man muss und dann gibt es die Herzblut-Agenden.

Stoffe und Muster entstehen zu lassen ist eine dieser Herzblut-Angelegenheiten bei mir. In meinem Kopf, da tummeln sich viele Ideen. Manche schreien lauter, manche sind leise bis sie irgendwann nach vorn drängen. Da sind zwischen diversen Schul- und Kindergarten-To-Dos diese Ideen für neue Tragehilfen, neue Lösungen, neue Produkte. Und wenn es dann im Alltag stiller wird, wenn dann doch mal diese blauen Stunden in Urlauben oder Ferienzeiten da sind, dann kommen sie, die Ideen für Designs. Von ganz allein sind sie plötzlich da.

Meist hab ich nicht mal ein ordentliches Blatt Papier oder einen Bleistift zur Hand, aber sie wollen dann einfach raus. Und weil mir ohnehin langweilig ist, beginne ich zu zeichnen…

Genau so ist schon das Forest-Design entstanden – „Wo Fuchs und Hase einander gute Nacht sagen“ hatte ich da plötzlich im Kopf. In den letzten Wochen meiner Schwangerschaft mit meinem Kleinsten hab ich über die Freiheit der Kinder nachgedacht. Das Eden-Design ist auf der Couch zu Papier gegangen. Auch das Diamond Fox Design, das gerade ganz neu herauskommt, ist ein „Urlaubs-Fund“ – Füchse mag ich (hie und da schaut ein Fuchs vom benachbarten Schlosspark Schönbrunn bei uns vorbei). Und grafische Tierdesigns mag ich erst recht, also warum kein grafisches Fuchs-Design.

Ist der Rohentwurf mal gezeichnet, dann kommt das Finetuning am Computer. Gerade bei grafischen Designs spiele ich mich oft mit den einzelnen Hälften meiner Handzeichnung weiter.

Ja, ich bin altmodisch und arbeite tatsächlich auch mit Transparent-Papier, aber zum einen ist für mich das Entwickeln von Designs eine haptische Angelegenheit, mit Papier und Stift und zum anderen bin ich natürlich kein gelernter Grafik-Designer. Der bekommt unsere Designs ganz am Schluss, zum Versäubern, zum Vektorisieren etc.

Davor bauen wir aber die Grafik noch in verschiedenen Entwürfen zusammen und die hängen oft einige Wochen bei uns im Office, damit wir herausfinden können, welcher Entwurf es denn nun wirklich werden soll.

Ist die Grafik dann mal fertig, geht sie zu unserer Weberei. Da kommt dann ein besonderer Höhepunkt: Die erste Anwebung. Wenn die kommt, ist es ein wenig wie Weihnachten – ein wunderschöner Überraschungsmoment – wie wird das Bild auf Stoff aussehen?

Inzwischen überlegen wir uns auch die Garne für die Webung: Welche Kette? Welche Schussfarben? Machen wir einen Farbverlauf? Wie werden die Farben zusammen aussehen? Welche Schussdichte?

Fragen über Fragen und jedes Mal ist der fertige Stoff dann doch eine kleine Überraschung!

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