Neujahr. Ein neues Jahr.
Ein neues Blatt, ganz weiß, für mich zum Beschreiben.
Viele neue Chancen. So viele Tage zu füllen.

Jedes Jahr passiert es. Ganz ohne Vorsatz und Plan kommt in den stilleren Tagen nach Weihnachten der Moment, wo ich darüber nachdenke, was ich eigentlich anders machen möchte, was ich neu machen möchte, was das neue Jahr wohl bringen wird.

Manches ist quasi vorbestimmt – Schuleintritte der Kinder, ein neues Baby in der Familie, gefasste Pläne, die nur mehr auf ihre Umsetzung warten. Vieles wird einfach so daher kommen und ein paar Kleinigkeiten, ein paar Kleinigkeiten überlege ich mir jetzt. Vorsätze nennt man das wohl.

Babytrage Buzzidil - das Baby ins neue Jahr tragen und andere Vorsätze

Vorsätze?

Mehr Sport (seit Jahren ein ewig weiter geschobener Vorsatz). Yoga. Weniger arbeiten, mehr Hängematte. Schon jetzt ist mir klar, dass das zwar ein schöner Gedanke ist, aber letztlich wird „es“ mich wieder „haben“. Diese Ideen, die im Kopf plötzlich auftauchen und dann laut schreien: Jetzt! Jetzt! Jetzt! Ungeduld ist, zugegeben, einer meiner ständigen Begleiter. Und Spontanität. Manchmal frage ich mich, wozu ich diese Eile habe, die ich oft habe. Aber vermutlich ist das einer meiner zentralen Wesenszüge.

Auch wenn mir klar ist, dass ich vieles nicht durchziehen werde, was ich mir jetzt in rosaroten Farben ausmale… Da sind zum Beispiel diese sonnigen Nachmittage mit den Kindern, die wir faul zu Hause verbringen. Ich in der Hängematte mit einem Buch, die Kinder flitzen durch den Garten, schwimmen, laufen, spielen. Wir picknicken im Gras. So rosarot. Die Realität ist dann eher, dass sich zwei zanken, zwei verdünnisieren sich nach dem Schwimmen Richtung Elektronik und ich keife herum. Diese sonnentrunkenen Nachmittage lassen sich eben nicht planen. Sie passieren einfach. Manchmal. Und dann ist der Moment, in dem man sich bewusst werden sollte, welches Privileg so etwas ist.

Glück ist eine kognitive Fähigkeit

Auch wenn meine Pläne und Vorsätze, die ich so im nachweihnachtlichen Faulsein schmiede oft nie umgesetzt werden,  ist es doch ein wichtiger Moment – über das Leben nachdenken, wie ich es lebe. Was macht mich glücklich? Das sich bewusst zu machen, ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich bin davon überzeugt, glücklich sein ist nicht von äußeren Umständen bestimmt sondern von der Fähigkeit, das was man hat zu SEHEN.

Und die Erkenntnis: Es gibt immer und überall Probleme. Aber die kriegen wir gebacken. So oder so. Es geht weiter. IMMER. Es gibt kein Dead End. Es gibt immer Lösungen. Manchmal sind es die zweitbesten. Oft weiß man das aber erst im Nachhinein und trotzdem ist es gut so.

Also dann: Auf ein Neues!