Wir sind doch alle Supermütter„Du bist die beste Mama der Welt“, sagt heute Morgen mein 6-Jähriger zu mir. Und ich bin total gerührt und stehe jetzt da oben, auf dem allerhöchsten Podest, auf das mich mein Kind, wie Kinder dieses Alters es nunmal mit ihren Eltern so tun, gehoben hat.

Nachdem ich gestern hier mein Geständnis abgelegt habe, dass ich mit Sicherheit nicht die beste Mama der Welt bin, möchte ich heute meinen Kindern ein Versprechen geben:

Ich gelobe,

– dass ich mich immer bemühen werde, die Individualität und Persönlichkeit jedes meiner Kinder zu erkunden und zu sehen;

– dass ich sie in ihrer Persönlichkeit unterstützen möchte und es unterlasse, sie zu meinem Projekt zu machen;

– dass ich meine Kinder unterstütze, wo sie mich um Hilfe bitten und es unterlasse, sie mit Förderung (und Forderung) ungefragt und ungewollt zu überschütten;

– dass ich mich bemühen werde, sie möglichst wenig zu beschädigen und sie zu ganzen, runden Menschen heranwachsen zu lassen;

– dass ich nie den Anspruch haben werde, perfekt zu sein und diesen Anspruch auch nie an sie stellen werde;

– dass ich an meinen Schwächen arbeite, bereit bin von meinen Kindern zu lernen (und ich habe schon so viel von ihnen gelernt!) und dass ich mich mit meinem eigenen Ich auseinander setze, um auch nur halbwegs so gut zu werden, wie sie meinen, dass ich sei;

– dass ich immer wieder den kleinen Schritt zurück machen werde, um noch einen Blick aufs Ganze zu bekommen;

– dass ich mein großes Glück sehe und nicht in den alltäglichen Querelen untertauche;

– dass ich 1000 Fehler mache, ganz schrecklich kindisch bin (manchmal kindischer als meine Kinder) und hie und da voll daneben liege, aber dabei / danach immer versuchen werde, auch zu erkennen, wenn das der Fall ist und dass ich bereit bin, mich dafür auch zu entschuldigen.

Wahnsinn, wie hab ich die Rasselbande lieb.

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